Erweitertes Führungszeugnis (EFZ)

Seit dem 1. Januar 2012 gilt die Neuregelung des Bundeskinderschutzgesetzes. Das Gesetz schreibt vor, dass jede Person ab 14 Jahren, die „rechtskräftig wegen einer Straftat […] verurteilt worden ist“, die in den Bereich der Kindswohlgefährdung bis hin zu sexuellem Missbrauch führt, von der Betreuung, Erziehung oder Ausbildung (oder einem vergleichbaren Kontakt) von Kindern und Jugendlichen ausgeschlossen werden muss. Um dies gewährleisten zu können verlangt der Gesetzgeber, dass Einrichtungen oder Veranstalter (direkt oder indirekt) Einsicht in das sog. erweiterte polizeiliche Führungszeugnis all der Personen nehmen, welche eine „Leitertätigkeit“ ausführen. Entsprechende Verträge sind (oder werden) zwischen den Jugendorganisationen und den zugehörigen Jugendämtern geschlossen.
Für uns Pfadfinder bedeutet dies zunächst, dass alle Leiter ein solches Führungszeugnis beantragen müssen. Dafür sind prinzipiell drei Schritte notwendig, die im Folgenden anschaulich beschrieben sind.

Ihr könnt euch hier eine kleine Hilfestellung herunterladen, mit der wir versuchen, euch das Prozedere etwas genauer zu erklären. Auch Referenzen findet ihr in diesem Dokument: Beantragung eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses

Bitte beachtet, dass diese Hilfestellung Fehler enthalten kann, alle Informationen sind deshalb ohne Gewähr. Die Beschreibung bezieht sich ausschließlich auf die „klassische“ Vorgehensweise bei der Beantragung – die „Online“-Version wird aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen.

Für Stammesvorstände: wenn ihr euren Leitern die Einsicht in das EFZ bestätigen wollt, könnt ihr folgendes Formular dafür verwenden: 2016-01-08 Brief 72a Bundeskinderschutzgesetz

Datenverwendung der Daten auf der Anmeldung

Wir sind Freunde des Datenschutzes, haben also nur die Dinge auf der Anmeldung abgefragt, die wir wirklich benötigen. Eine kleine Erklärung der Dinge haben wir euch hier zusammengestellt:

  • Name & Adresse, sowie die Unterschrift sind nötig, damit die Anmeldung rechtlich gültig wird und die Kinder überhaupt ohne ihre Eltern wegfahren dürfen. Im Stamm reicht evtl. der Name, da die Mitglieder hinreichend bekannt sind – auf Diözesanebene muss es mehr sein. Außerdem hilft die Adresse, wenn etwas schief läuft…
  • Geburtsdatum: Ist wichtig für die Versicherung, außerdem können wir euch so zum Geburtstag gratulieren. Zuletzt müssen wir dem Jugendschutz gerecht werden und Alkohol- und Nikotinkonsum regeln.
  • Stammeszugehörigkeit: (fast) nur Statistik; wichtig für die Küche und für uns, wenn wir überprüfen wollen, ob genug Leiter dabei sind. Interessant auch, wenn wir planen wollen, wie die einzelnen Aktionen aussehen könnten.
  • Ernährungsweise: wichtig für die Küche
  • sicherer Schwimmer“: Schwimmen ist eine ganz heikle Sache in der Jugendarbeit und der Zeltplatz ist gleich in der Nähe eines Sees. Falls wir da mal gesammelt schwimmen gehen sollten, kann die Information interessant sein für die Leiter, die für die Betreuung zuständig sind, sowie für den/die RettungsschwimmerIn.
  • Medikamente: das Verabreichen von Medikamenten, die nicht vom Arzt verschrieben oder mit den Eltern abgesprochen sind, ist verboten (es darf keine Diagnose gestellt & keine Medikation festgelegt werden). Demnach müssen alle Medikamente mit Einnahmezeiten (die ja auch nicht verändert werden dürfen) auf der Anmeldung angegeben werden. Ohne, dass das auf der Anmeldung steht, gibt es keine Aspirin bei Kopfschmerzen, kein Fenistil bei Mückenstichen, kein Voltaren bei Prellungen – nichts.
  • Notfallnummer: Die ist interessant, wenn z.B. die Sache mit den Medikamenten nachgeprüft werden muss, wir zum Arzt müssen etc.

Lagerregeln für Aquapolis

Folgende Lagerregeln wurden für „Aquapolis“ beschlossen:

  • Der Lagerplatz wird sauber hinterlassen.
  • Bau- und übriges Brennholz müssen am letzten Tag wieder am Holzlagerplatz abgelegt werden.
  • Benutzt werden nur die vorhandenen Feuerstellen, ein Flurschaden muss vermieden werden.
  • Nächtliche Spaziergänge außerhalb des Zeltplatzes sind verboten, weil bei jedem Bauernhof die Hunde bellen und somit die Nachtruhe der Bevölkerung gestört wird.
  • Die Kinder dürfen den Lagerplatz nur mit Leiter verlassen.
  • Die Anwohner umliegender Gemeinden dürfen uns besuchen kommen und werden von uns freundlich empfangen.
  • Teilnahmepflicht zur Morgenrunde. Frühstück gibt es nur bis zur Morgenrunde.
  • Alle nehmen von der Morgen- bis nach der Abendrunde am Programm teil.
  • Es gibt ein Abendprogramm am großen Lagerfeuer. Das ist unser gemeinsamer Abschluss vom Tag.
  • Trennt den Müll in den vorhandenen Müllstationen.
  • Jeden Tag werden die Sanitärräume von einem Stamm geputzt. Die Leiter tragen die Verantwortung dafür, dass es sauber ist. Eine Einweisung wird es geben.
  • Um 23 Uhr gehen die Jupfis ins Zelt.
  • Alkohol darf ab 16 Jahren und nicht vor 23 Uhr getrunken werden. Harter Alkohol ist verboten.
  • Rauchen ab 18 Jahren und nur an den gekennzeichneten Raucherstellen.
  • Für eure Wertgegenstände wird keine Haftung übernommen.
  • Diese Regeln können bei Bedarf erweitert werden.